Pastor Klehn

Freuet euch in dem Herrn allewege,

und abermals sage ich: Freuet euch!

Philipper 4,4

Als meine Frau Conny und ich im letzten Sommer Urlaub in Cornwall machten, haben wir überlegt: „Wie wäre es wohl, dauerhaft in England zu leben?“ Mutig sind wir zu Savills reingegangen, es war faszinierend, was für tolle Häuser es zu kaufen gab. Aber die Immobilienpreise passten so gar nicht zum Gehalt eines Pastors. Als dann im Herbst die Pfarrstelle in London-West ausgeschrieben wurde, war für uns beide klar, dass wir uns bewerben. Unsere Tochter Lara ist 21 und studiert Biologie in Göttingen. Wir sind frei und freuen uns auf diese neue Herausforderung. Inzwischen sind wir in Barnes angekommen, die Kartons sind ausgepackt, es wird langsam wohnlich und meine Arbeit hier kann beginnen.

Das Wort aus dem Philipperbrief begleitet mich seit meinem Vikariat. Dass wir mit und durch Gott leben dürfen, ist für mich der Grund zu einer Freude, die alle Bereiche des Lebens durchwebt. Davon möchte ich erzählen und weitergeben.

 

Ich bin in Gettorf, einem Dorf in der Nähe von Kiel in einem Ingenieurshaushalt aufgewachsen. Mein Wunsch, Pastor zu werden, war schon früh da. Eine engagierte Konfirmanden- und Jugendarbeit hat mich auf diesem Weg bestärkt. Ich habe in Kiel und Heidelberg Theologie studiert. Nach dem ersten Examen 1993 betrug die Wartezeit auf einen Vikariatsplatz mindestens eineinhalb Jahre. So machte ich in Kiel eine dreijährige Ausbildung zum Krankenpfleger und habe danach als examinierter Pfleger in der Chirurgie in Hamburg gearbeitet. Doch der Wunsch, Pastor zu werden, war noch immer da und so begann ich 1997 als Vikar in dem Werftarbeiterstadtteil Kiel-Dietrichsdorf.

Meine erste eigene Gemeindepfarrstelle hatte ich in Bordesholm. Hier lag der Fokus vor allem auf der Zusammenarbeit mit dem Kindergarten und dem Aufbau einer lebendigen Familienarbeit. Die Religionspädagogik in der Kita wurde zu einem Schwerpunkt meiner Arbeit, den ich später auch auf landeskirchlicher Ebene weitergeführt habe. 2006 wechselte ich dann in die kleine Gemeinde Rickling. Nach turbulenten Zeiten dort lagen insbesondere eine geordnete Kirchenvorstandsarbeit, der Aufbau der Jugendarbeit und Bauprojekte im Zentrum meiner Arbeit. 2009 trat ich eine neu geschaffene Stelle „Seelsorge und Beratung in den pflegerischen Diensten“ an, die Begleitung und Fortbildungen für Pflegekräfte in kirchlich-diakonischen Häusern anbieten sollte. Ich hatte zu dieser Zeit schon meine ersten Weiterbildungen in Coaching und Supervision absolviert und habe diese Fähigkeiten in der Folge weiter ausgebaut. Inzwischen bin ich Organisationsentwickler und Lehrsupervisor. 2012 wurde ich zum Pastor für Personal- und Gemeindeentwicklung im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde gewählt. Ich habe in den letzten zehn Jahren Pastoren, Ehrenamtliche, Kirchenvorstände und Leitungsverantwortliche beraten, Klausurtagungen moderiert, Konfliktmediation angeboten und Projekte entwickelt.

Daneben sind regelmäßige plattdeutsche Gottesdienste für mich eine Quelle der Freude gewesen.

 

Jetzt freue ich mich sehr darauf, Sie alle kennenzulernen. Vorerst noch per Zoom, aber hoffentlich bald auch von Angesicht zu Angesicht. Bis dahin wünsche ich Ihnen Freude die bleibt.

 

Ihr